Mittwoch, 31. Mai 2017

White Line Fever



Lemmy Kilmister war der Sänger der britischen Rockband "Motorhead" und einer meiner liebsten Gestalten aus der Rockszene. Leider verstarb der Sänger im Dezember 2015 nach einem kurzen Krebsleiden in Los Angeles und ich glaube, es ist kaum jemandem entgangen, da im Fernsehen viel darüber berichtet wurde. Ich kann mich glücklich schätzen seine Band Anfang der 2000er Jahre noch live erlebt zu haben. Lemmy war zeit seines Lebens single und nicht verheiratet. Er erklärte, dass die große Liebe seines Lebens immer Susan Bennett gewesen sei und dies auch immer bleiben werde. Sie verstarb im Alter von 19 Jahren an einer Heroin - Überdosis, weshalb der Sänger diese Droge sein restlichen Leben ablehnte. "White Line Fever" ist ihr gewidmet, auf der ersten Seite ist zu lesen: Dieses Buch ist Susan Bennett gewidmet, die es hätte sein können. Bekannt wurde er dennoch durch seinen exessziven Alkoholkonsum, dem er auch seine rauchige Stimme verdankte.

Seine Autobiographie, die er mit Hilfe von Janiss Garza niederschrieb, ist eine sehr lesenswerte Lektüre und gibt viel Privates über den britischen Sänger preis. Mitunter widmet er ein eigenes Kapitel seiner großen Liebe und der Leser wird charmant in diese tragische Liebesgeschichte eingeführt. Ich habe bis dato viele Biographien gelesen, aber wenige sind so sympathisch wie Lemmy es zu sein scheint. In einem lockeren Ton plaudert der Sänger und erzählt vom Arbeiterviertel, in dem er aufwuchs und dann nimmt er den Leser mit in die Anfänger seiner Rockertage. Lemmy folgt aber keiner chronologischen Erzählweise, er schreibt, was ihm gerade einfällt. 

Bevor ich die erste Seite aufschlug, war ich schon gefasst auf Sex, Drugs & Rock n Roll und dies bekam ich auch. Interessant fand ich dabei auch, wie Lemmy über Frauen denkt. Er hatte einen respektvollen Umgang mit den Ladys in seiner Nähe und arbeitete immer wieder mit Künstlerinnen wie Nina Haagen, Tina Turner und nahm später sogar eine Punkband, die rein aus Frauen besteht, unter Vertrag. 

Die Zeit der 60er und 70er-Jahre muss wohl eine wilde und interessante Zeit gewesen sein (ich lebe in der falschen Zeit, take me to the 70ies!!!). Es gab kaum einen, der damals nicht von der Bühne kippte, aufgrund von zu viel Drogen und Alkohol. Viel Raum widmet er demnach alten Erinnerungen, Geschichten von den Tourtagen mit Ozzy Osbourne und anderen Rockgiganten. Wer also über den Tod von Lemmy überrascht war, wird sich nach der Lektüre wundern, wie dieser Mann überhaupt 70 geworden ist. 

Für mich war dieses Buch ein knackiges und kurzweiliges  Lesevergnügen, das gespickt ist mit witzigen Schwarz-weiss-Fotos, die neben wild dreinblickenden Rockern auch süße Kinderfotos beinhalten. Ein kleines Zuckerl bietet dann die Discographie am Ende des Buches, mit allen Songs der Band. Das Buch endet mit einem Nachwort, in dem der Sänger dem Leser noch eine tolle Lebensweisheit mit auf dem Weg gibt, aber das liest man am besten selbst nach!

Fazit:

"White Line Fever" ist ungeheim spannen für alle Musikfans, da Lemmy aus dem Nähkästchen plaudert und so einige Rauschgeschichten von Kollegen aus der Musikerszene ausplappert. In einem lässigen Ton vermittelt Lemmy dem Leser aber auch, was er durch manche Rauschgeschichte nicht alles gelernt hat. Diese 293 Seiten sind 100% Rock n Roll!!

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verschlungen!

Kommentare:

  1. Ich liebe deinen Ring ������ Und dieses Buch kommt definitiv auf meine Liste! Nina

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    1. Liebe Nina, ja der ist bezaubernd, nicht wahr? Ein Vintage Stück aus den 70ern :)

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